Bevor du die erste Naht setzt, passiert beim Selbermachen oft schon das Schönste: das Entwerfen. Du legst Stoffe nebeneinander, testest Farben, schneidest Formen aus Papier aus und schiebst alles so lange hin und her, bis es sich stimmig anfühlt. Genau dieser Moment macht aus einem einfachen Kissen ein Teil, das richtig nach dir aussieht.
Hübsche Heimdekoration macht ein Zuhause erst richtig gemütlich, findest du nicht? Und gerade in Zeiten, in denen man mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringt, lohnt es sich, den Wohnraum bewusst zu gestalten. Eine stimmige Einrichtung schafft nicht nur Atmosphäre, sondern wirkt sich auch spürbar auf das eigene Wohlbefinden aus. Dazu gehören auch natürliche Textilien.
Kissen sind in dem Zusammenhang nicht nur ein kuscheliger Wohlfühlfaktor, sie werten einen Raum auch optisch auf.
Besonders schön wirkt es, wenn Farben und Materialien aufeinander abgestimmt sind. Natürliche Stoffe wie Baumwolle oder Leinen bringen Ruhe in den Raum und fühlen sich angenehm an. Mit selbstgemachten Applikationen und kleinen Details wird daraus ein ganz persönliches Stück, das zu deinem Stil passt – und gleichzeitig eine gute Möglichkeit, um Stoffreste sinnvoll zu verwerten.
In diesem DIY-Projekt zeigen wir dir, wie du mit einfachen Mitteln und ganz ohne Nähmaschine ein individuelles Kissen gestalten kannst – mit Herz-Applikationen und einem kleinen Etikett als liebevollem Detail.

Kissenbezug mit Herzaufnäher – Material:
- einen Kissenbezug aus Baumwolle oder Leinen
- Stoffreste in passenden Farben für die Herzen, zum Beispiel Leinen, Baumwolle, Musselin
- unterschiedlich große Herzvorlagen aus Papier
- Nadel und Faden
- eine Schere
- Stecknadeln oder Stoffklammern
- einen Stift oder Schneiderkreide
- optional: ein Stoffetikett mit einer passenden Aufschrift

So geht’s – Schritt für Schritt
1. Schablonen anfertigen: Zeichne eine oder mehrere Herzformen auf Papier. Du kannst mit Größe und Form variieren: rund, leicht schräg, eher modern oder weich gezeichnet. Schneide die Schablonen aus.
2. Stoff zuschneiden: Lege die Schablonen auf deine Stoffreste, übertrage die Umrisse und schneide die Formen aus. Wenn du Stoffe mit unterschiedlichen Strukturen kombinierst, wirkt das Kissen lebendiger – auch wenn du farblich eher dezent bleibst.
3. Anordnung gestalten: Lege die Herzen auf den Kissenbezug und verschiebe sie, bis dir die Anordnung gefällt.
Mögliche Varianten:
- Ein großes Herz mittig
- Drei unterschiedlich große Herzen als Gruppe
- Viele kleine Herzen über die Fläche verteilt
Mach dir ein Foto von deinem Favoriten – so lässt sich gut vergleichen, bevor du dich entscheidest.
4. Fixieren: Stecke die Herzen mit Stecknadeln oder Stoffklammern fest, damit beim Nähen nichts verrutscht.
5. Festnähen: Nähe die Stoffformen mit kleinen, gleichmäßigen Stichen per Hand auf. Du kannst farblich passendes Garn verwenden oder einen bewussten Kontrast setzen, wenn du den Handmade-Charakter hervorheben möchtest.
6. Etikett ergänzen: Zum Schluss kannst du noch ein Statement Etikett ergänzen, zum Beispiel dezent in der Ecke oder direkt unter einem der Herzen. Auch das kannst du mit ein paar Stichen von Hand befestigen.
